Kernfehler: Der Bruch eines Spulenkerns aufgrund der kumulierten,
komprimierten Belastung des aufgespulten Drahtes. Oft wird die Ursache
der Verformung im Draht als „dog-leg“ bezeichnet.
Blockabdrücke: Flache, weiche Abdrücke, üblicherweise quer or
leicht abgewinkelt in der Richtung, verursacht durch Drahtschlupf an der
sich drehenden Abzugsscheibe während des Ziehens.
Glänzend geglüht: Ein Glühprozeß, der in einer kontrollierten
Ofenatmosphere stattfindet, so daß Oberflächenoxidation auf ein Minimum
reduziert wird und die Oberfläche relativ glänzend und einheitlich im
Erscheinungsbild bleibt.
Poliert: Eine Oberflächenbedingung, die entsteht durch Reibung
der Drahtoberfläche gegen eine andere harte Oberfläche.
Rattermarke: Eine Serie von querverlaufenden und sich
periodisch wiederholenden Wellenbildungen, die ein gezogenes Produkt
umschließen mit dem Effekt einer welligen Oberfläche und hervorgerufen
durch Vibration des Drahtes auf der Arbeitsoberfläche.
Ziehsteinlinien: Linien oder Markierungen entlang eines
gezogenen Drahtes verursacht durch Fehler in der Oberfläche des
Ziehsteines.
Dog Legs: Knicke in der Drahtkrümmung, die nicht leicht
gerichtet werden können.
Vom Ziehstein abgeschabt: Die Entfernung der äußeren Oberfläche
des Vorziehdrahtes durch die Verwendung eines scharfkantigen Ziehsteins
zum Abschaben des Metals mit dem Ziel, eine bessere Oberfläche zu
erhalten.
Dropouts: Metalldefekte von vorher beschädigtem Ausgangsmaterial,
die komprimiert und in die Drahtoberfläche eingebettet sind durch den
Drahtzieh-oder walzprozeß. Diese Mängel fallen oft aus dem Draht heraus
und hinterlassen eine Vertiefung oder einen Krater.
Flash: Ein dünnes Überpressen von Material, verursacht durch
das Auslaufen des Drahtes in die Stoßfugen der Walzen.
Flitter: Interne Risse, die kleine Splitter verursachen, die
entweder von der Drahtoberfläche fehlen oder leicht freigesetzt werden.
Flanschspalte: Eine Trennung zwischen dem Seitenflansch einer
Spule und dem Draht, der um die Spule gewickelt ist. Gewöhnlich
hervorgerufen durch einen Ladestoß, den die Spule erfährt und der zu
einer Verbiegung des Flansches oder Verschiebung der Drahtlage führt.
Reibkorrosion: Eine Art von Verschleiß, der auftritt zwischen
eng aufliegenden Oberflächen, so wie im Falle von Draht auf Spulen, der
einer leichten zyklischen Bewegung ausgesetzt ist, wie dies oft im
Oberflächentransport auftaucht. Reibkorrosion zeigt sich in Form eines
Korrosionsproduktes, das man unter dem Begriff Reibkorrosion kennt, im Kontaktbereich von Metall auf
Metall.
Führungsstreifen: Oberflächliche Markierungen auf der
Drahtoberfläche, die von Drahtumlenkrollen, -führungsrollen oder
–abzugsscheiben stammen, die im Drahtzug verwendet werden.
Einschlüsse: Ein Gussfehler, der darin besteht, daß
Fremdmaterialteilchen im Basismetall gefunden werden.
Doppelung: Eine Form von Diskontinuität, die zu einer
Schwächetrennung im Metal führt, die im Allgemeinen parallel zur gewalzten
oder gezogenen Drahtoberfläche verläuft. Sie kann ein Ergebnis von
Blasen, Rillen oder Einschlüssen sein, die lang ausgezogen und durch die
Verformung des Metalls ausgerichtet wurden.
Falte: Ein Oberflächendefekt, der als Rille auftaucht und verursacht
wird durch ein Falten des Materials, das dann in die Oberfläche gewalzt
oder gezogen wird.
Lagenwicklung: Die genaue Aufspulung des Drahtes auf die Spule,
so daß die Kante jedes Drahtes genau parallel zur Kante des
nebenanliegenden Drahtes verbleibt. Das Ergebnis ist eine weiche Lage
Draht auf der Spule und dies für alle Lagen, die auf der Spule gewickelt
sind.
Einschnürung: Die Verengung zu einem kleineren Querschnitt, die
an einer lokalisierbaren Stelle eines Zugfestigkeitsprüflings auftritt,
während er gezogen wird.
Beschichtungsklumpen: Aufbauten des Beschichtungselementes auf
dem elektrolytisch beschichteten Draht, was zu einer übermäßig dicken
Beschichtung führt. In der Regel wird dies verursacht durch
Materialaufnahme von den Kontakt-und Umlenkrollen.
Oxidverfärbung: Verfärbung der Metalloberfläche, verursacht
durch Oxidation während des Glühvorgangs oder durch Aussetzung an eine
oxidierende Umgebung.
Orange Peel: Eine Oberflächenrauhigkeit, die in Produkten
auftaucht aus Material mit einer groben Korngröße.
Beizung: Der Prozeß des Entfernens von Oberflächenoxiden und
Zunder aus Kupferlegierungen durch das Eintauchen in eine Säurelösung.
Walzenkratzer: Oberflächendefekte verursacht durch
entsprechende Defekte in den Rollen, die zum Walzen des Endproduktes
verwendet werden. Es mag sich hierbei um erhobene oder vertiefte lokale
Defekte handeln, die sich in der Regel in einer Entfernung, die dem
Walzenumfang entspricht wiederholen.
Rille: Eine ungeschweißte Falte oder Überlappung, die als Riß
erscheint und gewöhnlich von einer Unterbrechung des Gussprozesses
herrührt.
Blättrigkeit: Dünne Teiler oder Splitter, die ein integraler
Bestandteil des Materials sind, aber die unvollständig mit dem Material
verbunden sind.
Abmessungswelle: Die Variation in der Abmessung des gewalzten
Drahtes, die sich wiederholt in einer Länge, die dem Umfang der
Arbeitswalze entspricht, auftaucht und verursacht wird durch eine leichte
Unrundheit der Arbeitswalze.
Abplatzen: Das Einreißen und die Flitterbildung von Metall-
oder Oxidpartikeln einer Oberfläche.
Richtrollenabdrücke: Leichte Veränderungen in der
Oberflächentextur des Drahtes, längsgerichtet und in gleichmäßigem
Abstand auftretend, die verursacht werden durch Richtrollen, die dem
aufzuspulenden Draht eine einheitliche Gussform und Biegung weitergeben
sollen.
Spannungskorrosion: Metallfehler durch Rissbildung unter einer
kombinierten Einwirkung von Korrosion und Spannung, in beiden Fällen,
sowohl als Rest wie auch angewandt. Im Falle von Messing auch bekannt
unter „Season Cracking”.
Spannungsabbau: Die Erhitzung eines Metalls auf eine
Temperatur, die lange genug gehalten wird, um die Restspannung abzubauen. |