Mehrere Messungen der Dehnbarkeit von metallischen Materialien sind möglich. Die Dehnung gibt die Dehnbarkeit unter Spannung an. Allerdings benötigen geformte Teile Aussagen über die Krümmung, das Nachprägen, die Faltung, das Anstauchen, etc. und eine Messung der Dehnung als solche mag nicht unbedingt in angemessener Art und Weise andere Dehnbarkeitsanforderungen, wie die Biegeverformbarkeit zum Ausdruck bringen. 

Die Biegeverformbarkeit gibt die Eigenschaft eines Materials an, sich um einen Radius zu legen, ohne zu brechen. Der minimale Biegeradius ist der minimale Radius, um den sich ein Prüfling wickeln läßt ohne zu brechen. 

Biegeverformbarkeitswerte werden ausgedrückt durch das Verhältnis von minimalem Biegeradius (MBR) geteilt durch die Dicke (t) des Materials MBR/t. Prüfvorschriften zur Messung der Biegeverformbarkeit können in den ASTM E 290 und B 820 gefunden werden.

Biegeversuche mit Bandmaterial werden in der Längsrichtung, d.h. der Walzrichtung ausgeführt, sowie in der Querrichtung wie dargestellt. Typische feste Lösungslegierungen haben bessere Biegeeigenschaften (Good Way Bends) in der Längsrichtung gegenüber der Querrichtung (Bad Way Bends). Der Draht biegt sich natürlicherweise in der „guten Richtung“, der Längsrichtung.  Somit gibt es beim Draht keine „schlechten Biegungen“ ("Bad Way" bends).

Ein weiterer Faktor, der beim Draht zu einer besseren Biegeverformbarkeit führt als beim Band bezieht sich auf das Verhältnis zwischen Breite zu Dicke der Materialien. Draht hat ein typisches Breite zu Dicke Verhältnis von eins (1). Deshalb ist die Verformungsart beim Draht eine ebene Belastung, die eine höhere Verformbarkeit vor dem Bruch zuläßt. 

Bänder dagegen haben gewöhnlich ein Breite zu Dicke Verhältnis von acht (8) oder mehr. Diese hohen Breite zu Dicke Verhältnisse sichern eine ebene Belastungsverformung, die sich bei Begrenzung der örtlichen Belastung nachteilig auf die Dehnbarkeit auswirken. 



Ein einfacher Test zur Biegeverformbarkeit ist der “Wickeltest”. In diesem Test wird der Draht mehrmals um seine eigene Dicke gewickelt. Dies gestattet, die Biegung über eine längere Strecke zu untersuchen und für die meisten Drahtformen ist ein MBR/t Wert von 0.5, eine relative scharfe Biegung. Beim Draht werden die meisten Kupferlegierungen diesen Test bestehen.
 


Homepage | Fisk Alloy Wire, Inc. Fisk Alloy Conductors, Inc. | Electroplated Wire Corp. | Vertriebsbüros | Sitemap